Projektgebiet Pusterwald

Unser Projektgebiet mit 48 Freischürfen nahe der Ortschaft Pusterwald umfasst eine Fläche von insgesamt 27.2 km² und liegt zwischen ca. 1050 und 2000 m Seehöhe. Die Region um das idyllische Bergdorf ist infrastrukturell gut aufgeschlossen, sogar die entlegenen Bereiche sind durch Forststraßen gut erreichbar.

Es bestehen gute Kontakte zur örtlichen Gemeinde und zu den Grundeigentümern, die unserer Explorationstätigkeit und einer zukünftigen Wiederaufnahme des Bergbaus sehr positiv gegenüber stehen.

Geschichte des Bergbaues in Pusterwald

Als wahrscheinlich älteste Siedler im Pusterwaldtal, einem Nebental des Pölstales, lassen sich durch Funde die Illyrer (800 – 400 v.Chr.) und die Kelten (ab 400 v.Chr.) nachweisen, wobei die später ins Land gekommenen Römer hier wahrscheinlich auch schon Gold und Silber abgebaut hatten. Nach einer durch die Völkerwanderung bedingten menschenleeren Zeit erfolgte die Wiederbesiedlung des Tales mit bairischen und fränkischen Siedlern im 10. - 12. Jahrhundert durch geistliche und weltliche Grundherrn wie z.B. die Grafen von Montfort. Kaiser Friedrich III. (1415 – 1493) gewährte im 15. Jahrhundert verschiedenen Leuten das Recht, das Tauerngold in Pusterwald abzubauen. Ein weiterer Nachweis auf mittelalterliche Schurftätigkeiten geht in das Jahr 1588 zurück (Wichner, 1891).

Danach wurde es ruhig um den Goldbergbau in diesem Gebiet, erst Ende des 19. Jahrhunderts begann man wieder zu schürfen. Die aus dem Sudetenland stammenden Gebrüder Heinzl reaktivierten den Goldbergbau und belegten weite Gebiete mit Freischürfen, steckten beträchtliche Summen in einzelne Begutachtungen und ließen auch reichlich Analysen und verschiedene Aufbereitungsversuche durchführen, teilweise mit Großproben, beispielsweise bei den Krupp-Gruson Werken in Magdeburg. Auch geophysikalische (elektrische) Schürfungen durch eine Kasseler Gesellschaft wurden gemacht. Alles dies zehrte die vorhandenen Mittel recht rasch auf.
Vor 1938 interessierte sich auch noch ein britischer Konzern, schied dann aber aus.
Durch den Anschluß im Jahre 1938 waren für Bergbauuntersuchungen recht ansehnliche Mittel verfügbar; sie ermöglichten es, daß einerseits von der Geologischen Bundesanstalt (damals Reichsamt für Bodenforschung, Zweigstelle Wien) Herr Dr. A. Thurner mit der geologischen Aufnahme des Gebietes betraut werden konnte, und daß die damals Prof. Dr. Friedrich unterstellte Lagerstätten-Forschungsstelle bergmännische Schurfarbeiten ansetzte. Leider ergab der Krieg allerlei Schwierigkeiten und führte schließlich aus Geldmangel dazu, daß diese Arbeiten eingestellt werden mussten, ohne daß die Grundfrage, ob die Vorkommen bauwürdig sind, eindeutig geklärt werden konnte.

Aus dem südöstlichen Gebiet der Wölzer Tauern in der Nähe der Ortschaft Pusterwald sind 14 historische Goldfundorte überliefert und im gesamten Bereich der Explorationslizenzen sind auch heute noch historische Goldbergbaue sichtbar.


Historische Goldfundorte Pusterwald

Trotz all dieser historischen Bergbauaktivitäten ist die Anzahl diesbezüglicher Literatur relativ beschränkt. Zwar finden sich eine Reihe von unveröffentlichten Berichten aus dem vergangenen Jahrhundert (z.B.: Trug, 1920; Micko, 1921–1923; Friedrich, 1939 -1954; Thurner, 1938-1954; Lechner, 1941, 1954; Waagen, 1949 – 1952; Omerzu, 1961), die allerdings untereinander nicht immer konsistent sind. Einig sind sich die Autoren aber über die Tatsache, dass der Golderzbezirk Pusterwald einen beeindruckenden Erzreichtum aufweist. Das Hauptaugenmerk all dieser Arbeiten bezieht sich auf das Plättenkar, wenige Kilometer westlich von Pusterwald. Von eher geringerer Bedeutung sind die Goldvererzungen im Bereich der Scharnitz- und Mitterspiel-Gräben nördlich des Plättenkars und einige höher gelegene Bereiche weiter westlich.
Nach einem Zeitungsartikel im Jahre 1952, verfasst von Hofrat Dr. Lukas Waagen, damaliger Chefgeologe der Geologischen Bundesanstalt a.D. ist das Goldvorkommen in Pusterwald "ungemein aussichtsreich." Anhand von vielen alten Analysen errechnete er einen Durchschnittswert mit 17.7 Gramm Gold pro Tonne. In der veröffentlichten Fachliteratur über das Plättental werden Goldgehalte von 0 - 59 Gramm pro Tonne ausgewiesen sowie primäres und sekundäres Freigold erwähnt.
Nach H. Weninger (1981) kommen im Plättental als Seltenheit sogar "Goldkörner bis zu mehreren Millimeter Durchmesser" vor.
Im Gebiet bei Pusterwald werden goldführende "Mylonitzonen" (tektonische Störungszonen) mit Derberzen mit bis zu 1 m (und vielleicht auch mehr) Mächtigkeit und goldführende "Erzglimmerschiefer" unterschieden, die fast vorwiegend "refraktäres Gold" enthalten - d.h. die Goldmoleküle sind "unsichtbar" im Kristallgitter der Begleiterze eingeschlossen.


Mikroskopische Aufnahmen von Golderz (zum Vergrößern anklicken)

Das zusätzliche Auftreten von Freigold findet innerhalb von diesen Erzglimmerschiefern nur unregelmäßig statt.
Dieser Umstand und Probleme mit dem Grubenwasser, führten in historischer Zeit zur Einstellung der Schürfarbeiten, die damals ohne den Einsatz von Maschinen und ohne elektrischen Strom durchgeführt wurden. Fundstellen mit vermehrten Auftreten von Goldkörnern wurden wahrscheinlich geheim gehalten und händisch abgebaut.

Laborergebnisse mit bis zu 85,2 g/t Gold!

Explorationssaison 2012: Erste Gesteinsmischproben wurden sorgfältig von Fachleuten im Projektgebiet Pusterwald im Plättenkargebiet entnommen, dokumentiert und zu ALS/OMAC, einem renommierten und weltweit operierenden Labor, zur Analyse gesandt. Die Auswertungen ergaben hervorragende Ergebnisse von u. a. 9,45g / 9,93g / 2x 10,9g / 23,4g / 29,2g / 37g/t und einem Spitzenwert von 85,2 g/t Gold (Au) in den Gesteinsproben - man beachte, dass der Durchschnittsgehalt bei vielen, großen Goldproduzenten nur zwischen 1-2 g/t, ja oftmals sogar unter 1 g/t Gold im Erz liegt.


Abb. der Erzprobe mit ∼ 85 g/t Gold (zum Vergrößern anklicken)

Explorationssaison 2013: Auch im Jahr 2013 ist es uns wieder gelungen, ein sehr gutes und vielversprechendes Ergebnis aus dem im Sommer durchgeführten Oberflächenbeprobungsprogramm zu erzielen. Von 19 im Projektgebiet Pusterwald entnommenen und im ALS/OMAC-Labor analysierten Gesteinsproben enthielten 13 signifikante Goldgehalte von bis zu 16,85 g/t Gold. Weiters haben wir erreicht, die Goldvererzungszone im Plättenkargebiet um ein beträchtliches Stück zu erweitern und in neuen, bisher noch unbeachteten Zonen Goldmineralisation festzustellen. Die Höchstwerte der kürzlich aus dem Labor erhaltenen geochemischen Analysen ergaben u. a. 7,17 / 9,36 / 10,7 / 14,15 / 14,45 und 16,85 g/t Gold in den Gesteinsproben. Bis auf eventuelle strukturgeologische Analysen und einige geophysikalische Messungen (Geomagnetik, Induzierte Polarisation, Radiomagnetotellurik und Elektromagnetik bzw. VLF), sind die vorbereitenden Arbeiten für ein nachfolgendes Tiefenbohrprogramm somit weitgehend durchgeführt - ein beträchtlicher Projektfortschritt wurde in den vergangenen Monaten erzielt.

Starke und weitläufige Anomalien mittels Geophysik entdeckt


Geophysikalische Messungen im Plättenkar 2014

Im Projektgebiet Pusterwald, genauer gesagt im Plättenkar, wo wir in den letzten zwei Jahren durch Laboranalysen eine Vielzahl von hervorragenden Gehalten von bis zu 85,2g/t Gold (Au) in den Gesteinsproben nachgewiesen haben, wurden von den Geophysikern Dr. Stoll (Messtechnikfirma MGT aus Deutschland) und Dr. Gurk (Universität Köln) im Juni und August 2014 geophysikalische Messungen durchgeführt (siehe Foto).

Als PDF laden (ca. 6 MB):
Abschlußbericht der geophysikalischen Messungen 2014
 


Dr. Stoll und Dr. Gurk bei Messungen im Gelände

Um die Grenzen der elektrischen Leitfähigkeit und somit alle Störungszonen zu identifizieren, an welchen meist das Erz gebunden ist, haben wir VLF (Very Low Frequency) als geeignete Messmethode ausgewählt und um alle Bereiche mit hohen magnetischen Werten zu erfassen, Geomagnetik. Diese Messmethode erscheint uns deshalb als sehr aufschlussreich, da laut den vorangegangenen geologischen Untersuchungen mittels Erzmikroskop, das Gold im Plättenkar neben dem Arsenkies vor allem an den Magnetkies oder Pyrrhotin gebunden ist, der sehr hohe magnetische Messwerte liefert. Solche hohen magnetischen Anomalien haben wir in mehreren Bereichen vom Plättenkar identifizieren können und durch die VLF-Messmethode zeichnen sich auch recht deutlich mehrere Störungszonen ab, die für uns zusammen mit den überaus starken Magnetanomalien ein sehr höffiges Gebiet für unsere weiterführenden Explorationsarbeiten, insbesondere für Diamantkernbohrungen, darstellen.


Dr. Gurk bei RMT-Messungen

Eine weitere, sehr wertvolle Messmethode, die zur Anwendung gelangte, stellt das RMT-Verfahren (Radiomagnetotellurik) dar, durch das es uns gelungen ist, die stark-leitfähigen Zonen im Untergrund genauer zu lokalisieren. Bei guter Wetterlage ist im Oktober geplant, nebem IP (Induzierte Polarisation) noch zusätzliche RMT-Messungen durchzuführen, die uns einen wiederum detaillierteren Aufschluss zu den bereits sehr wertvollen und vielversprechenden Messergebnissen liefern sollen. Weiters werden wir im Bereich der stärksten Anomalien versuchen, Gesteinsproben zu entnehmen, um als Vorstufe zu den geplanten Tiefenbohrungen weitere Analysen auf vor allem Goldgehalte im ALS/OMAC-Labor durchführen zu lassen.

Uni-Graz Studienarbeit über die Goldvererzungen im Raum Pusterwald


Dr. Vielreicher mit Professoren und Student der Uni Graz

Im Mai diesen Jahres ist ein Student der UNI-Graz mit dem Ersuchen an uns herangetreten, eine Studienarbeit über die Goldvererzung im Plättenkargebiet machen zu dürfen, welchem wir als Inhaber der Freischurflizenzen wohlwollend zugestimmt haben. Ein erstes Treffen mit zwei Professoren und einem Studenten der Universität Graz hat bereits im Juli stattgefunden, bei dem wir dann gemeinsam ins Plättenkar hochgefahren sind und dort eine Begehung samt Entnahme von zahlreichen Gesteinsproben zur eingehenden Analyse durchgeführt haben (siehe Bild). Ein weiteres Treffen soll im Oktober stattfinden und die Ergebnisse aller im Zuge der Studienarbeit durchgeführten Analysen und Auswertungen sollen uns dann vorgelegt werden. Diese wertvollen Untersuchungen sollen uns u. a. Aufschluss über die geochemische Zusammensetzung und Entstehung der Goldvererzung samt Nebengestein bringen.

Explorationsplanung

Da wir in den nächsten Jahren auf die ermutigenden Ergebnisse der vorangegangenen Saisonen aufbauen wollen, planen wir ein umfangreiches und weiterführendes Explorationsprogramm in vielen interessanten Abschnitten unseres Projektgebietes, mit Hauptaugenmerk auf das Plättenkargebiet:

  • systematische Entnahme von Gesteinsproben zur Analyse im Labor
  • geophysikalische Messungen samt strukturgeologischer Auswertung
  • Definition von Bohrpunkten mit anschließenden, ersten Kernbohrungen
  • erste Einschätzung von der Größe und Ausdehnung der Goldvererzung

Jeder dieser geplanten Schritte bedeutet ein kontinuierliches Näherkommen an die Definition der ersten, kommerziell-abbaubaren Projekte und eine damit einhergehende, massive Wertsteigerung der Unternehmensanteile.

 

 

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